Du möchtest deinem Freund oder deiner Freundin in der Adventszeit jeden Tag eine kleine Freude machen, ohne 100 Euro für einen vorgefertigten Kalender mit Pflegeprodukten oder Schokolade auszugeben? Dann bist du hier richtig. Ein selbstgemachter Adventskalender ist persönlicher, günstiger und am Ende immer das schönere Geschenk – egal, ob du eher die kreative DIY-Variante mit kleinen Päckchen wählst oder die digitale Version mit eigenen Fotos und Videos.

In diesem Ratgeber findest du 24 fertige Ideen für jedes Türchen, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für beide Varianten (DIY und digital) und konkrete Tipps, wie du in unter einer Stunde fertig bist – auch wenn du nicht „der bastelnde Typ" bist.

DIY oder digital? Welche Variante passt zu euch?

Bevor du loslegst: Die wichtigste Entscheidung. Beide Varianten haben ihren Charme.

Klassischer DIY-Adventskalender

24 Päckchen oder Säckchen mit kleinen Geschenken.

  • Stark, wenn du gerne bastelst und Zeit hast
  • Funktioniert gut, wenn ihr zusammen wohnt
  • Kostet je nach Inhalt zwischen 50 und 200 €
  • Aufwand: 4–8 Stunden Vorbereitung plus Einkauf

Digitaler Adventskalender

24 Türchen mit Fotos, Videos, Sprachnachrichten.

  • Stark, wenn ihr eine Fernbeziehung führt oder spontan seid
  • Persönlicher, weil Inhalte individuell auf euch zugeschnitten sind
  • Kostet wenige Euro – die Inhalte sind kostenlos, da sie aus eurer eigenen Geschichte kommen
  • Aufwand: 30–60 Minuten in der Advent App

In der Praxis kombinieren viele beides: ein Mini-Päckchen mit 2–3 physischen Geschenken plus ein digitaler Kalender für die täglichen 24 Türchen. So hast du das Beste aus beiden Welten.

24 Ideen, die wirklich funktionieren

Diese Liste ist getestet und bewusst gemischt: einige Ideen sind kostenlos und gefühlvoll, andere kosten ein paar Euro. Mische frei nach deinem Budget und Geschmack.

Türchen 1–8: Locker reinkommen

  • 1. Dezember: Eine Sprachnachricht oder ein handgeschriebener Zettel: „24 Tage lang werde ich dir zeigen, warum ich dich so liebe." Setzt den Ton.
  • 2. Dezember: Ein Foto von eurem ersten gemeinsamen Date oder vom Tag, an dem ihr zusammengekommen seid. „Erinnerst du dich noch?"
  • 3. Dezember: Ein Gutschein für ein gemeinsames Frühstück am nächsten Wochenende – du machst, sie/er liegt im Bett.
  • 4. Dezember: Sein/ihr Lieblings-Snack. Eine Tafel Lieblingsschokolade, eine Tüte Gummibärchen, was auch immer.
  • 5. Dezember: Ein 30-Sekunden-Video, in dem du erzählst, was du in dieser Woche mit ihm/ihr am liebsten gemacht hast.
  • 6. Dezember (Nikolaus): Eine kleine Aufmerksamkeit zum Nikolaus – Mandarinen, Lebkuchen, Nüsse. Klassiker, aber funktioniert.
  • 7. Dezember: Ein Foto von einem Ort, an dem ihr zusammen wart. „Hier möchte ich mit dir nochmal hin."
  • 8. Dezember: Ein Gutschein: „Ich koche dir heute Abend dein Lieblingsessen."

Türchen 9–16: Tiefer werden

  • 9. Dezember: Ein selbstgeschriebener Zettel mit drei Dingen, die du an ihm/ihr besonders liebst. Sei konkret – „dein Lachen, wenn du dich über deine eigenen Witze freust" wirkt mehr als „dein Humor".
  • 10. Dezember: Eine Spotify-Playlist mit Songs, die euch verbinden. Schick den Link oder QR-Code im Türchen.
  • 11. Dezember: Ein Gutschein für „1× Haushalt machen, ohne Diskussion" oder „1× Auto tanken inklusive". Praktisch und liebevoll.
  • 12. Dezember: Ein altes Foto, das er/sie noch nie gesehen hat – aus deiner Kindheit, deiner Schulzeit, deinem Leben vor ihm/ihr. Lass sie/ihn dich nochmal neu kennenlernen.
  • 13. Dezember: Ein Gutschein für einen gemeinsamen Filmabend nach seinem/ihrem Geschmack. Du beschwerst dich nicht über die Auswahl. Wirklich nicht.
  • 14. Dezember: Eine handgeschriebene Erinnerung an einen besonderen gemeinsamen Moment – das erste „Ich liebe dich", die erste Reise, ein Tag, der euch beide geprägt hat.
  • 15. Dezember: Ein Gutschein für eine Massage – 20 Minuten, kein Trick. Auf der Couch, kein Spa nötig.
  • 16. Dezember: Halbzeit-Türchen. Ein Foto von dir mit einem Schild: „Halbzeit. Ich freue mich auf die zweite Hälfte." Cheesy, aber kommt an.

Türchen 17–24: Richtung Weihnachten

  • 17. Dezember: Eine kleine Sache, die er/sie sich seit Monaten anschauen wollte und nie gekauft hat. Ein Buch, ein Spiel, eine Pflegekleinigkeit.
  • 18. Dezember: Eine Sprachnachricht – 60 Sekunden, in denen du erzählst, wofür du dieses Jahr besonders dankbar bist. (Spoiler: er/sie kommt vor.)
  • 19. Dezember: Ein selbstgemachter Gutschein für „1× komplett ungestörter Filmabend mit Snacks und ohne Handy". Heutzutage ein Luxusgut.
  • 20. Dezember: Ein Foto von eurem ersten gemeinsamen Weihnachten – oder, wenn ihr das erste Jahr habt, ein Bild aus einer anderen Saison, die ihr zusammen erlebt habt.
  • 21. Dezember: Ein Gutschein: „Wir machen das, was DU am liebsten machst – ohne Diskussion." Einlösbar im Januar.
  • 22. Dezember: Eine Sprachnachricht oder ein Brief mit einer Liebeserklärung, die du dich in einer Sprachform sonst nicht trauen würdest.
  • 23. Dezember: Ein kleines Geschenk, das mit einem gemeinsamen Insider verbunden ist. Etwas, das nur ihr beide versteht.
  • 24. Dezember: Das große Highlight-Türchen. Ein Foto oder Video, in dem du ankündigst, was ihr 2027 zusammen machen werdet – einen Trip, ein Vorhaben, ein Projekt. Vorfreude verschenken ist eines der schönsten Geschenke überhaupt.

So machst du den Adventskalender als DIY-Variante

Wenn du die klassische Päckchen-Variante wählst, brauchst du:

  • 24 kleine Beutel oder Päckchen (Stoff-Säckchen, Papiertüten, recycelte Kartons – alles geht)
  • Eine Schnur oder ein Brett, an dem du die Päckchen befestigst
  • Zahlen 1–24, gemalt, gestempelt oder als Aufkleber
  • Die 24 Inhalte aus der Liste oben

Aufwand: ein Samstagvormittag plus Einkauf. Budget: 50–150 €, je nachdem, wie viele Gutscheine vs. „echte" Geschenke du wählst.

So machst du den Adventskalender digital

Wenn du keinen Tag basteln willst, ihr eine Fernbeziehung habt oder du den Kalender besonders persönlich machen möchtest, ist die digitale Variante die bessere Wahl. Mit der Advent App geht's in 30 Minuten:

  1. App öffnen und neuen Kalender erstellen
  2. 24 Türchen befüllen mit Fotos, Videos oder Sprachnachrichten – die Ideen aus der Liste oben funktionieren genauso
  3. Verschicken per WhatsApp oder Mail – er/sie braucht keine App zu installieren
  4. Ab 1. Dezember öffnet sich jeden Tag automatisch ein Türchen

Du kannst Gutscheine als Foto oder kurze Sprachnachricht verpacken – ein „Gutschein für ein Frühstück" wird genauso eingelöst, ob er auf Papier oder im Türchen steht. Der Vorteil: keine Bastelei, keine Beutel, kein Schnickschnack, der nach dem 24. Dezember im Müll landet.

Häufige Fragen zum Adventskalender für Freund/Freundin

Wann sollte ich anfangen, den Adventskalender vorzubereiten?

Realistisch ab Mitte November. Wenn du bastelst, plane mindestens zwei Wochenenden ein – ein Wochenende für Einkauf und Sortierung, eines für die finale Verpackung. Bei der digitalen Variante reicht ein einziger Abend.

Wie viel Geld sollte ich für einen selbstgemachten Adventskalender ausgeben?

Es gibt keine richtige Antwort, aber als Orientierung: Zwischen 50 und 100 € reicht für einen sehr schönen DIY-Kalender, wenn du clever mit Gutscheinen und persönlichen Briefen mischst. Mehr als 200 € sollten es nur sein, wenn ein größeres Geschenk (Konzertkarten, Schmuckstück) Teil davon ist.

Was, wenn wir gerade erst zusammen sind und ich nicht zu viel will?

Halte es kürzer und persönlicher. Verzichte auf große Geschenke und konzentriere dich auf Sprachnachrichten, kleine Aufmerksamkeiten und Erinnerungen an die ersten Wochen. Die digitale Variante ist hier ideal, weil sie nicht „zu viel" wirkt, aber trotzdem extrem persönlich ist.

Mein Freund oder meine Freundin macht mir auch einen Adventskalender – sollen wir das vorher besprechen?

Wenn ihr beide bastelt, ja – sonst landet ihr bei doppelten Themen. Ein kurzer Satz reicht: „Ich mach dir was in Richtung XY, was machst du?" Spannung bleibt trotzdem.

Fazit: Persönlich schlägt teuer – immer

Ein guter Adventskalender für deinen Freund oder deine Freundin lebt nicht vom Preis der einzelnen Geschenke. Er lebt davon, dass du dir 24 Mal die Mühe gemacht hast, persönlich zu werden. Eine handgeschriebene Erinnerung schlägt eine 30-€-Kosmetik-Probe immer.

Ob du die DIY-Variante mit Päckchen wählst, die digitale Variante mit eigenen Fotos und Videos, oder beides kombinierst – die 24 Ideen oben geben dir genug Material, um nicht in den klassischen „Was zum Teufel mache ich am 17. Dezember"-Engpass zu geraten.

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